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Die Komödie „Prolo, ick hör dir trapsen“ im Schauspielhaus Nieder-Unter-Uckenstedt

Dienstag, September 21st, 2010 By Nina

Es ist eine absolute Weltpremiere, auch Uraufführung genannt, die uns in den kommenden Tagen im weltberühmten und international bekannten Schauspielhaus in Nieder-Unter-Uckenstedt erwartet. Seit Wochen wird geprobt, seit Tagen ist das hochkarätige Ensemble nervös, seit Minuten versucht der Regisseur sich ihnen verständlich zu machen.

Es ist ein kontroverses Theaterstück, das sich dem Publikum in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, ja, vielleicht sogar Jahren präsentieren wird. „Prolo, ick hör dir trapsen“ von Hans-Peter Carlos Maria Rodriguez-Shizzlewick hat schon im Vorfeld bei Kritikern für Begeisterungsstürme und absolute Ablehnung, Verachtung und abgrundtiefen Hass, wie ihn nur Experten verspüren können, gesorgt.

Die einen loben es als sozialkritisches Kleeblatt in den Himmel, ein Potpourri von schrägen Türmen und Taschentüchern, die anderen sehen darin den Verfall der Kultur, indem Unter- und Oberschicht hart aufeinanderstoßen und in kleinen Tropfen nicht gezeigt werden.

In „Prolo, ich hör dir trapsen“ verfolgen wir die Geschichte von Juan-Amigo Müller, der in einem Multikulti-Ghetto in Schnüppelsbach aufwächst. Umgeben von Kleinbauern, Kleintieren und Kleinkindern, bleibt ihm als einziger Ausweg aus diesem Idyll das rebellische Anmalen von Gartenzäunen. Die Farbe passt manchen Nachbarn nicht ins Konzept und so weigern sie sich ihn zu bezahlen. Er kann nicht mehr anders, er muss raus, die Musik ist der Weg. So schreibt Juan-Amigo Müller seine ersten sozialkritischen Rap-Songs über die verblassten Gartenzäune von Schnüppelsbach und das harte Leben zwischen Kleinbauern, Kleintieren und Kleinkindern.

Berührend und verstörend zugleich, schenkt man doch gerade diesem Bereich des Lebens zu wenig Aufmerksamkeit. Ein Theaterstück, das wachrüttelt und den Horizont erweitert. „Prolo, ick hör dir trapsen“, ab morgen im Schauspielhaus in Nieder-Unter-Uckenstedt.

Jupp Heidevomzumwinkel über Sophie von Brunzens historischen Roman „Kalt ist das Butterbrot“

Dienstag, September 14th, 2010 By Nina

Momentan kommt kein Literaturkenner an dem historischen Roman „Kalt ist das Butterbrot“ von Sophie von Brunzen vorbei. Grund genug, dass sich Kritiker, Experte und Expertenkritiker Jupp Heideivomzumwinkel es näher unter die Lupe nimmt, denn erst wenn er gesprochen hat, dürfen wir anderen uns eine Meinung erlauben:

„Kalt ist das Butterbrot“ von der großartigen Sophie von Brunzen ist ein sensibles Werk über die klassischen Themen der Menschheitsgeschichte: Brote, Würste, soziale Kälte und Verrat beim Abendessen. Unterlegt wird das Ganze durch die hauchzarte und vorsichtige Liebesgeschichte der Magd Claudelle zum Sohn der Familie Frontgardtchizzletobacolist.

Aber fangen wir von Vorne an: 1788: Wir befinden uns auf einer kleinen Insel vor der Küste von Hypernesien. Hypernesien, heute besser bekannt unter dem Namen Schlomdimpur, war damals noch eine britische Kolonie. Kalt ist der Abendwind, der der armen Magd Claudelle durch die Haare an der Küste weht und ihr die Butter vom Brot zu fegen droht. Kurz vor dieser Tragödie rettet sie ein herab fallender Ast. Dieser schlägt sie bewusstlos, so dass sie ihrem eigenen Elend nicht zuschauen muss.

Später setzt sie ihre Arbeit in der Kohlegrube fort um Kohlensäure für ihre Herren zu holen. Von einer großen Blase dort eingehüllt sieht sie ihre Zukunft und die wird strahlend sein. Sie wird an der Seite eines schönen Mannes stehen und selbst die Mägde auf der Suche nach Kohlensäure knechten…

Alleine schon der Anfang der Geschichte zieht einen tief in den historisch genau recherchierten Alltag der damaligen Bevölkerung von Hypernesien. Durch die Insel entsteht eine klaustrophobische Enge, die einem selbst beim großen Finale den Atem stocken lässt und man schnell zum Kühlschrank läuft um zu sehen, dass die eigene Butter nicht zu kalt geworden ist. Daran erkennt man schon, dass das Thema der großen Butterkriege von damals gut aufgegriffen und gekonnt in die Geschichte eingewoben wurde. Ein äußerst lesenswertes Buch und zurecht auf Platz eins der Bestseller-Liste der Tengelmann-Zeitschrift!

Monty Python: It’s the Arts – Heute: Kino

Dienstag, Juli 20th, 2010 By Nina

Say no more:

Jupp Heidevomzumwinkel zu Anna von Schnarpenburgs neuem Roman “Gib mir keine Rosen, my Darling”

Freitag, Mai 14th, 2010 By Nina

Es ist der regionale Welterfolg der letzten fünf Minuten auf dem Buchmarkt. Kein anderes Buch kam in den letzten 237 Sekunden an Anna von Schnarpenburgs gigantomanischen Bestseller “Gib mir keine Rosen, my Darling” heran. Unser Experte Jupp Heidevomzumwinkel hat sich das Buch für Sie mal näher angesehen und bestätigt was für ein Geniestreich dieses Werk ist:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen unschuldig in den nächsten Buchladen und sind mal wieder auf der Suche nach einem Buch, von dem andere glauben, dass es Ihr persönliches neues Lieblingsbuch sein wird, ein Buch, das die gekonnte Mischung zwischen hochkomplizierten medizinischen Problemen, den sozialen Problemen des alten englischen Landadels und dem Lebensraum von weißem Gestüt schafft. Bücher, die es so nur selten gibt… Und dann stoßen Sie auf einen Titel wie “Gib mir keine Rosen, my Darling”, ein Titel, der sie sofort tief in Ihrem Herzen berührt, es zum Beben bringt und Ihnen auf einen Schlag das gesamte menschliche Dasein erklärt.

Die Rosen stehen für die Schönheit, die nie ewig währt und manchmal auch sticht. Diese profunde Erkenntnis der Welt, dieser fast schon philosophische Übermut macht einem auf einmal den Sinn des Lebens klar. Und soll dies nicht gute Kunst tun, uns in unserem Innern erschüttern und uns über die Grenzen des Daseins führen? Anna von Schnarpenburg ist dies mit ihrem Buch gelungen.

John Poundersworth Lord of Killroy ist ein einfacher Adliger vom Land, der eine schwere Bürde zu tragen hat. Die Schwester seiner Großcousine mütterlicherseits trägt ein dunkles Geheimnis mit sich: Sie kann nicht reiten! Etwas, was den gesamten Ruf der Familie zerstören könnte, denn dieser gesellschaftliche Affront von höchster Güte ist in den sozialen Kreisen, in der die Familie tragischerweise hineingeboren wurde, eine absolute Todsünde. (Schon hier versteht es die Autorin aufs Vortrefflichste gesellschaftliche Themen zu kritisieren) Was soll Lord Killroy nun also tun, der Schwester seiner Großcousine mütterlicherseits zum Freitod raten, wie es die Ehre gebührt? Oder findet er einen anderen Weg? Hier trifft er nun auf die junge und unzähmbare Landärztin Elizabeth Wobblemore, die gerade ein gestürztes Eichhörnchen auf der hellen Lichtung eines Waldes mit roten Wildblumen pflegt. Als er ihre Locken im Sommerwind tanzen sieht, ist es um ihn geschehen…

Mehr Tiefe und mehr Fantasie in einem Buch sind nicht möglich! Ich würde mich wundern, wenn hier noch etwas nachkommen würde. Im Grunde besiegelt “Gib mir keine Rose, my Darling” von Anna von Schnarpenburg den Höhepunkt unserer hohen Hochkultur. Unsere kulturelle Entwicklung ist damit auf die Spitze getrieben, wir wissen um das Geheimnis unserer Existenz! Lesen Sie dieses Buch und dann betten Sie sich zur Ruhe, denn etwas Besseres und Tierfschürfenderes werden Sie nicht mehr finden!

Ihr Jupp Heidevomzumwinkel