Posts Tagged ‘Empfehlung’

Jupp Heidevomzumwinkel: Neues Buch „Das niedere Kriechtum“

Mittwoch, Januar 5th, 2011 By Nina
cc by flickr/ mattnis

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Der größte Kulturkritiker unserer Zeit, Jupp Heidevomzumwinkel, hat mal wieder selbst zum Stift gegriffen und erneut bewiesen, das er auch ein großer Künstler ist. Und das sage ich nicht, weil er als einflussreicher Kritiker einen drohenden Finger über Redaktionen wie unsere hält. Ganz bestimmt nicht! Er ist ein Genie, ein Gott, der sich selbst zu einem gemacht hat. (letztere Bemerkung hab ich nie gesagt…)

So ist auch sein neuestes Buch ein Geniestreich, ein Coup der Superlative. Die Geschichte hält uns Menschen einen Spiegel vor das unwürdige Gesicht. Der gottgleiche Autor bedient sich dabei eines gekonnten Stilmittels, das so noch überhaupt nicht da gewesen ist: Tiere werden personifiziert.

Der Titel lautet „Das niedere Kriechtum“ und dreht sich um einen Wurm, der in Gewürm-City als Privatdetektiv ermittelt. Dabei muss Jack Fireworm sich so manchen Gefahren stellen und die weiblichen Würmer spielen dabei eine zentrale Rolle. Also alles völlig neue Motive von diesem erhabenen Intellekt!

Laut Jupp Heidevomzumwinkel liegt bei „Das niedere Kriechtum“ die Bedeutung in der Metapher der Handlung. So wie wir Jupp kennen, wird er hier demnächst selbst noch eine Rezension über sein eigenes Buch veröffentlichen und auch diese wird garantiert wieder fabelhaft.

Book – Der neue biooptische Datenträger

Dienstag, Oktober 26th, 2010 By Nina

Unsere Kollegen aus Brasilien präsentieren euch heute in einem kleinen Video die neue Evolution am Technik-Himmel, den brandneuen und topaktuellen biooptischen Datenträger „Book“:

Posarunde Milchers neuer Roman: „Sch(w)eiß auf deiner Haut“

Freitag, Oktober 22nd, 2010 By Nina

Es war eines der größten Unglücke der letzten Jahren. Nein, hier geht es nicht um die Ölpest am Golf von Mexiko oder um das Grubenunglück in Chile, vor allem über dieses würde kein anderer Autor schreiben, da alle wissen, dass Jupp Heidevomzumwinkel gerade an der künstlerischen Verarbeitung sitzt… Hier geht es vielmehr um die tiefe Erschütterung, die der Hasenhoppler von Radengrüpelsbach in uns allen verursacht hat.

Ein flauschig, kuscheliges und wuscheliges Häschen hatte einen vergnügten Satz in die Luft gemacht und landete danach in einem Dornbusch. Ein Sprung von fast biblischen Ausmaßen, der über das Internet schnell berühmt wurde und die ganze Welt mitleiden ließ.

Erfolgsautorin, ach, was sage ich, Jahrhundertautorin, Posarunde Milcher hat sich dieser Katastrophe nun angenommen und literarisch versucht den Schmerz zu verarbeiten. Um es alles für uns greifbarer zu machen ist das Häschen in ihrem neuen Roman „Sch(w)eiß auf deiner Haut“ eine junge Frau aus armen Verhältnissen. Eine allegorische Freiheit, die man sich als Künstler gerade noch erlauben darf…

Diese Frau lernt an einem wunderschönen Sommerabend in der Heide von Cornwall zwischen den malerischen und filmreifen Klippen den jungen Gutsherren Duke of Northhumplesborrough kennen. Dieser hegt ein heimliches Hobby: Er liebt es den Rosengarten seines Anwesens zu pflegen. Doch diese niederen Dienste sind natürlich unter den Seinen verpönt. Eine Schmach und ein dunkles Geheimnis, das nur schwer zu ertragen ist!

Eines Abends begegnet ihm also unsere junge Heldin Kathleen Bunny. Sie hält ihn für den Rosen-Gärtner und sie verlieben sich. Kathleen hat keine Ahnung in was für einen Kreis, voller Intrigen und Verachtungen, sie sich dort begibt. Sie springt also metaphorisch in den Dornbusch…

Wir warten schon sehnsüchtigst auf die Verfilmung dieses Jahrhundertromans von der Jahrhundertautorin: „Sch(w)eiß auf deiner Haut“ von Posarunde Milcher. Und natürlich sind wir auch auf Jupp Heidevomzumwinkels Erfahrungsbericht samt Kunstperformance aus den Minen in Chile gespannt, so lange kann es ja nicht mehr dauern…

Olga Chaukotschenzki hat den Deutschen Buchpreis gewonnen

Dienstag, Oktober 5th, 2010 By Nina

Sie ist der Star der großkütteler Brunzanen. Und trotz ihrer langen Leiden und ihren unzähligen Depressionen hat Olga Chaukotschenzki nun einen großen Triumph erfahren dürfen. Sie ist die feinfühlige Poetin unter der sonst so rauen Schale der Integrations-Problematik. Nun haben dies auch die Literaturpäpste dieser Welt entdeckt und Olga Chaukotschenzki, das Herz der Brunzanen, mit dem Deutschen Buchpreis bedacht.

Nein, der Preis wurde auch nicht aus gegebenem Anlass an ausgerechnet sie vergeben, sondern weil sie eine Geschichte erzählt, eine Geschichte von Fremdheit im Leben, wie sie sich als kleines Kind unter lauter fremden Kindern in einem Himmel-und-Hölle-Spiel durchsetzen musste, wie sie sich immer fremd fühlte in einem Bekleidungsgeschäft, wo sie doch Lebensmittel einkaufen wollte. Szenen, die nur wenige von uns kennen, weil wir nicht sagen können: Wir sind hier fremd!

Die großkütteler Brunzanen wanderten vor rund drei Jahren, also vor einer Ewigkeit aus der Region Brunzaneutscha hierher ein. Immer wurden sie getrieben, immer verfolgt, von ihren eigenen Hühnern, von Autos, bei denen die Bremse nicht mehr ging und natürlich von ihren eigenen Kindern, obwohl sie eigentlich gerade Ruhe haben wollten.

Dieses Gefühl der Fremde bannt Olga Chaukotschenzki in ein beeindruckendes 21.145 Seiten starkes Werk, das die Kritiker nach ihrer zweitägigen Lektüre tief getroffen hat, denn dieses Gefühl der Fremdheit konnten sogar sie nachvollziehen. Der Deutsche Buchpreis 2010 geht also zurecht an die großkütteler Brunzanerin Olga Chaukotschenzki und ihr Werk „Schritznakowitschka – Die Fremde außer mir“, ein Werk, das wie ein Film von Tschinzkarowitsch ist, leise am Anfang, still in der Mitte und beschaulich am Schluss.