Jupp Heidevomzumwinkel zu Anna von Schnarpenburgs neuem Roman „Gib mir keine Rosen, my Darling“

By Nina

Es ist der regionale Welterfolg der letzten fünf Minuten auf dem Buchmarkt. Kein anderes Buch kam in den letzten 237 Sekunden an Anna von Schnarpenburgs gigantomanischen Bestseller „Gib mir keine Rosen, my Darling“ heran. Unser Experte Jupp Heidevomzumwinkel hat sich das Buch für Sie mal näher angesehen und bestätigt was für ein Geniestreich dieses Werk ist:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen unschuldig in den nächsten Buchladen und sind mal wieder auf der Suche nach einem Buch, von dem andere glauben, dass es Ihr persönliches neues Lieblingsbuch sein wird, ein Buch, das die gekonnte Mischung zwischen hochkomplizierten medizinischen Problemen, den sozialen Problemen des alten englischen Landadels und dem Lebensraum von weißem Gestüt schafft. Bücher, die es so nur selten gibt… Und dann stoßen Sie auf einen Titel wie „Gib mir keine Rosen, my Darling“, ein Titel, der sie sofort tief in Ihrem Herzen berührt, es zum Beben bringt und Ihnen auf einen Schlag das gesamte menschliche Dasein erklärt.

Die Rosen stehen für die Schönheit, die nie ewig währt und manchmal auch sticht. Diese profunde Erkenntnis der Welt, dieser fast schon philosophische Übermut macht einem auf einmal den Sinn des Lebens klar. Und soll dies nicht gute Kunst tun, uns in unserem Innern erschüttern und uns über die Grenzen des Daseins führen? Anna von Schnarpenburg ist dies mit ihrem Buch gelungen.

John Poundersworth Lord of Killroy ist ein einfacher Adliger vom Land, der eine schwere Bürde zu tragen hat. Die Schwester seiner Großcousine mütterlicherseits trägt ein dunkles Geheimnis mit sich: Sie kann nicht reiten! Etwas, was den gesamten Ruf der Familie zerstören könnte, denn dieser gesellschaftliche Affront von höchster Güte ist in den sozialen Kreisen, in der die Familie tragischerweise hineingeboren wurde, eine absolute Todsünde. (Schon hier versteht es die Autorin aufs Vortrefflichste gesellschaftliche Themen zu kritisieren) Was soll Lord Killroy nun also tun, der Schwester seiner Großcousine mütterlicherseits zum Freitod raten, wie es die Ehre gebührt? Oder findet er einen anderen Weg? Hier trifft er nun auf die junge und unzähmbare Landärztin Elizabeth Wobblemore, die gerade ein gestürztes Eichhörnchen auf der hellen Lichtung eines Waldes mit roten Wildblumen pflegt. Als er ihre Locken im Sommerwind tanzen sieht, ist es um ihn geschehen…

Mehr Tiefe und mehr Fantasie in einem Buch sind nicht möglich! Ich würde mich wundern, wenn hier noch etwas nachkommen würde. Im Grunde besiegelt „Gib mir keine Rose, my Darling“ von Anna von Schnarpenburg den Höhepunkt unserer hohen Hochkultur. Unsere kulturelle Entwicklung ist damit auf die Spitze getrieben, wir wissen um das Geheimnis unserer Existenz! Lesen Sie dieses Buch und dann betten Sie sich zur Ruhe, denn etwas Besseres und Tierfschürfenderes werden Sie nicht mehr finden!

Ihr Jupp Heidevomzumwinkel