Musikalische Landwirtschaft in der Star-Melkmaschine
Mittwoch, November 17th, 2010In der Aggrokultur wird leider immer noch viel zu viel auf Massenhaltung und industrielle Fertigung gesetzt. In großen Ställen hält man hier die Mastkulturen, die rein zu dem Zweck in Gefangenschaft gehalten werden um unseren Hunger zu stillen.
In großen Gebäuden stehen sie dicht gedrängt aneinander. Große Fertigungshallen, die kein normaler Konsument sehen möchte. Daher verschließen viele leider noch die Augen vor dem Elend. In unendlich langen Reihen, dicht an dicht, stehen Sänger neben Malern und Schauspielern. Sie alle sind an große Melkmaschinen angeschlossen, die ihnen einen Hit, ein Bild und eine Geste nach der nächsten aus den Adern saugen.
In einer Reihe stehen gleich 248 Lady Gagas, die Güter für die Massen produzieren. Der Hype um aggrokulturelle Produkte dieser Melkvieh-Sorten ist momentan so groß, dass ein Vieh alleine gar nicht mehr hinterher kommt.
Dünne Frauen stehen zu Tausenden in einer Fabrik nebeneinander und warten auf die Melkmaschine der Produzenten. Bis dahin starren sie ins Leere und fressen dumpf von den Fließbändern die Diätpillen. Zweimal am Tag kommen dann große computergesteuerte Arme und bewegen das traurige Melkvieh zur Musik, lassen sie malen und verziehen ihre Mimik zum gewünschten Ausdruck.
Wann finden wir endlich den Weg zu einer artgerechten und ökologisch-musikalischen Landwirtschaft?




