Archive for September, 2010

Thomas Freitags Version von Schillers Glocke

Dienstag, September 28th, 2010 By Nina

So, wir haben hier aktuell große Gedichtwochen (nein, nicht wirklich, aber es klingt so schön 😉 ) und in diesem Sinne wollen wir euch die Version von Schillers Glocke des Kabarettisten Thomas Freitag nicht vorenthalten (nun ja, in Wirklichkeit wollen wir sie ganz für uns haben, aber wir wollen ja nicht egoistisch erscheinen…). Also bitte schön: (das ist auch bloß so eine Floskel, die so viel heißen soll, wie „Hier! Fass!)“

Christian Morgenstern wird verbessert

Freitag, September 24th, 2010 By Nina

Ach ja, guten Tag Herr Morgenstern, ich sitze hier gerade über den Gedichten, die Sie da neulich verfasst haben. Schöne Werke muss ich sagen, doch an der einen oder anderen Stelle könnte man doch noch ein bisschen feilen. In manchen fehlt mir, dem Experten, wie soll ich sagen, die Logik. Eigentlich fehlt sie mir in allen Ihren Gedichten. Das ist jetzt nicht böse gemeint, Sie sind natürlich ein großer Dichter und noch dazu bekannt, jedoch kann auch Ihnen das Urteil eines Experten wie mir nicht schaden.

Nehmen wir uns nur mal Ihr Gedicht „Philanthropisch“:

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
wäre besser ohne sie daran;
darum seh‘ er, wie er ohne diese
(meistens mindestens) leben kann.

Kaum daß er gelegt sich auf die Gräser,
naht der Ameis, Heuschreck, Mück und Wurm,
naht der Tausendfuß und Ohrenbläser,
und der Hummel ruft zum Sturm.

Ein nervöser Mensch auf einer Wiese
tut drum besser, wieder aufstehn
und dafür in andre Paradiese
(beispielshalber: weg) zu gehen.

Warum diskriminieren Sie denn ausgerechnet nervöse Menschen und dann geht das Ganze auch noch gegen die Tierwelt. Sie wollen doch nicht dem Menschen unterstellen, dass er sich Insekten beugt? Sie stellen doch nicht den Vorrang des Menschen in der Schöpfung in Frage? Was meinen Sie was ein Tier zu solch einem Gedicht sagen würde? Nein, ich weiß natürlich, dass Tiere nicht lesen können und Insekten vielleicht schon gar nicht, die haben ja mehr als zwei Augen, aber nehmen wir nur mal theoretisch an, sie könnten es. Dann würde das Anarchie bedeuten. Ihr Gedicht würde ihnen dann vor Augen führen, dass sie stärker sind als wir und uns vertreiben können. Wollen Sie das? Wollen Sie wirklich zur tierischen Anarchie aufrufen?

Also, drehen Sie das gefälligst um und lassen Sie nervöse Mücken auf einer Wiese herumfliegen, die dann vom Menschen vertrieben werden. Wir müssen den Mücken von Anfang an sagen, dass sie, wenn sie nervös sind, auf einer Wiese nichts verloren haben. Das kommt also davon, wenn man den Künstlern zu viel freien Lauf lässt! Tztztz…

Die Komödie „Prolo, ick hör dir trapsen“ im Schauspielhaus Nieder-Unter-Uckenstedt

Dienstag, September 21st, 2010 By Nina

Es ist eine absolute Weltpremiere, auch Uraufführung genannt, die uns in den kommenden Tagen im weltberühmten und international bekannten Schauspielhaus in Nieder-Unter-Uckenstedt erwartet. Seit Wochen wird geprobt, seit Tagen ist das hochkarätige Ensemble nervös, seit Minuten versucht der Regisseur sich ihnen verständlich zu machen.

Es ist ein kontroverses Theaterstück, das sich dem Publikum in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, ja, vielleicht sogar Jahren präsentieren wird. „Prolo, ick hör dir trapsen“ von Hans-Peter Carlos Maria Rodriguez-Shizzlewick hat schon im Vorfeld bei Kritikern für Begeisterungsstürme und absolute Ablehnung, Verachtung und abgrundtiefen Hass, wie ihn nur Experten verspüren können, gesorgt.

Die einen loben es als sozialkritisches Kleeblatt in den Himmel, ein Potpourri von schrägen Türmen und Taschentüchern, die anderen sehen darin den Verfall der Kultur, indem Unter- und Oberschicht hart aufeinanderstoßen und in kleinen Tropfen nicht gezeigt werden.

In „Prolo, ich hör dir trapsen“ verfolgen wir die Geschichte von Juan-Amigo Müller, der in einem Multikulti-Ghetto in Schnüppelsbach aufwächst. Umgeben von Kleinbauern, Kleintieren und Kleinkindern, bleibt ihm als einziger Ausweg aus diesem Idyll das rebellische Anmalen von Gartenzäunen. Die Farbe passt manchen Nachbarn nicht ins Konzept und so weigern sie sich ihn zu bezahlen. Er kann nicht mehr anders, er muss raus, die Musik ist der Weg. So schreibt Juan-Amigo Müller seine ersten sozialkritischen Rap-Songs über die verblassten Gartenzäune von Schnüppelsbach und das harte Leben zwischen Kleinbauern, Kleintieren und Kleinkindern.

Berührend und verstörend zugleich, schenkt man doch gerade diesem Bereich des Lebens zu wenig Aufmerksamkeit. Ein Theaterstück, das wachrüttelt und den Horizont erweitert. „Prolo, ick hör dir trapsen“, ab morgen im Schauspielhaus in Nieder-Unter-Uckenstedt.

Helge und das Udo spielen Schillers Räuber am schnellsten

Freitag, September 17th, 2010 By Nina

Hier ein kleines Video vom Duo Helge und das Udo zum Wochenende: