Das Spannungsfeld zwischen Leitkultur und Kulturleitung
Freitag, Juni 25th, 2010Dieses ganz vortreffliche Kunstwerk erzeugt ein spannendes Spannungsfeld zwischen feldiger Entspannung und Spannfeldern. Diese einzigartige Wirkungsweise, die einen direkt über sein Dasein und seinen morgendlichen Kaffee nachdenken lässt. Ja, dieses Meisterwerk lässt einen vom Nagel des linken kleinen Zehs bis hin zum gespitzten Scheitel der mit Gel bestrichenen Platte erschaudern.
Beim ersten Blick, beim ersten Augenblick, wenn das Auge einen Blick wagt und auch riskiert, ist man gefangen im Bann dieser faszinierenden, strahlenden und doch subtil funkelnden Schönheit. Schön ist die Schönheit des Seins und auch die des Zwergenstaates, in dem der Künstler seine Kindheit verbracht hat. Als er noch klein war und sich dem Kleinsein ganz hingeben konnte. Eine Erinnerung an magische Zeiten! Zeiten voller Bärchenwurst und Milchbärten, die einem auch ohne Glas wachsen…
Eine Idylle, die jäh durch das spannende Spannungsfeld des Heranreifens durchbrochen wird. Wenn das Leben beginnt zu schrumpeln wie eine Rosine, kann man sich nur noch deren Windungen hingeben. Ach, verlorene Zeiten, die zeitlich unmöglich wieder zu erreichen sind, wenn man sich nicht von der Leitkultur und deren spannenden Partner der Kulturleitung führen lässt.
Ich halte es kaum aus, diese Anmut, die mich diese wirklich literarischen Zeilen aus dem Äther meiner armen Seele fließen lässt. Ich, der Kunstkenner, komme nicht an dem formschönen Briefkastenschild meines Nachbarn vorbei, der mich jeden Tag aufs Neue demütig vor der Schöpfung stehen lässt.




