Archive for the ‘Literatur’ Category

Helge und das Udo spielen Macbeth

Dienstag, Oktober 12th, 2010 By Nina

Dr. Best? Nein, Macbest! Nein, Macbeth! Jeder kennt den Titel dieses Romans. Nein, Theaterstückes! Jeder weiß, dass es von Edgar Allen Poe, nein, von Shakespeare, ist. Und jeder weiß, dass Bier, nein Rotwein, dazu am besten schmeckt. Ein Glas Wein dauert bekanntlich drei Minuten und so geben sich Helge und das Udo auch nur fünf, nein, drei Minuten für die Handlung von Macbest, nein, Macbeth:

Migrations-Literatur ist der Trend der Frankfurter Buchmesse

Freitag, Oktober 8th, 2010 By Nina

Uh, liebe Kenner der Kunst und der Literatur, es ist mal wieder Frankfurter-Buchmesse-Time, wo sich Kritiker an Experten und PR-suchende Autoren drängen. Hier finden sich einfach alle großen Autoren unserer Zeit: Thilo Sarrazin, Peer Steinbrück und Marilyn Monroe!

Wer das Wort liebt, sollte sich also hier zwischen Kochbüchern, Politiker-Ergüssen und Lieblingen der kritischen Experten und expertierten Kritiker besonders wohl fühlen. Neben dem tragischen Schicksal des Gastlandes Argentinien, das uns medienwirksam auf einmal allen bewusst wird, stehen wir betroffen vor den Auswüchsen einer Diktatur, die so manch einer gerade für sich entdeckt hat.

Wer dieses Gefühl in sich aufgesogen hat, kann sich gleich den nächsten verzweifelten Schicksalen zuwenden, denn Migranten-Literatur wurde zum Trend in diesem Jahr erklärt, natürlich von kritischen Experten und expertierten Kritikern… Ja, dank Thilo Sarrazin migriert jeder gerne und berichtet auch fleißig davon. Berichte, die es schon seit Jahren gibt, wirklich gute Bücher zu diesem Thema, werden jetzt auf einmal und mit großer Betroffenheit gleichzeitig entdeckt und mit positiven Worten überschüttet. Ach ja, Hauptsache man kann die Kunst an sich vergessen und auf der nächsten Sau durchs Dorf reiten, bis diese ausgelutscht ist und die nächste Fettere vorbei kommt!

Mal sehen welchen Trend wir demnächst für uns entdecken. Vielleicht fällt uns bald auf, dass unser Bildungssystem am Boden ist und das Fliegende Klassenzimmer wird wieder entdeckt… Oder wie wäre es mit Kinderarmut, Altersarmut, ausbeuterischer Weltwirtschaft, ach, und eine neue Pandemie hatten wir auch schon lange nicht mehr…

Olga Chaukotschenzki hat den Deutschen Buchpreis gewonnen

Dienstag, Oktober 5th, 2010 By Nina

Sie ist der Star der großkütteler Brunzanen. Und trotz ihrer langen Leiden und ihren unzähligen Depressionen hat Olga Chaukotschenzki nun einen großen Triumph erfahren dürfen. Sie ist die feinfühlige Poetin unter der sonst so rauen Schale der Integrations-Problematik. Nun haben dies auch die Literaturpäpste dieser Welt entdeckt und Olga Chaukotschenzki, das Herz der Brunzanen, mit dem Deutschen Buchpreis bedacht.

Nein, der Preis wurde auch nicht aus gegebenem Anlass an ausgerechnet sie vergeben, sondern weil sie eine Geschichte erzählt, eine Geschichte von Fremdheit im Leben, wie sie sich als kleines Kind unter lauter fremden Kindern in einem Himmel-und-Hölle-Spiel durchsetzen musste, wie sie sich immer fremd fühlte in einem Bekleidungsgeschäft, wo sie doch Lebensmittel einkaufen wollte. Szenen, die nur wenige von uns kennen, weil wir nicht sagen können: Wir sind hier fremd!

Die großkütteler Brunzanen wanderten vor rund drei Jahren, also vor einer Ewigkeit aus der Region Brunzaneutscha hierher ein. Immer wurden sie getrieben, immer verfolgt, von ihren eigenen Hühnern, von Autos, bei denen die Bremse nicht mehr ging und natürlich von ihren eigenen Kindern, obwohl sie eigentlich gerade Ruhe haben wollten.

Dieses Gefühl der Fremde bannt Olga Chaukotschenzki in ein beeindruckendes 21.145 Seiten starkes Werk, das die Kritiker nach ihrer zweitägigen Lektüre tief getroffen hat, denn dieses Gefühl der Fremdheit konnten sogar sie nachvollziehen. Der Deutsche Buchpreis 2010 geht also zurecht an die großkütteler Brunzanerin Olga Chaukotschenzki und ihr Werk „Schritznakowitschka – Die Fremde außer mir“, ein Werk, das wie ein Film von Tschinzkarowitsch ist, leise am Anfang, still in der Mitte und beschaulich am Schluss.

Thomas Freitags Version von Schillers Glocke

Dienstag, September 28th, 2010 By Nina

So, wir haben hier aktuell große Gedichtwochen (nein, nicht wirklich, aber es klingt so schön ;-) ) und in diesem Sinne wollen wir euch die Version von Schillers Glocke des Kabarettisten Thomas Freitag nicht vorenthalten (nun ja, in Wirklichkeit wollen wir sie ganz für uns haben, aber wir wollen ja nicht egoistisch erscheinen…). Also bitte schön: (das ist auch bloß so eine Floskel, die so viel heißen soll, wie „Hier! Fass!)“